1968 adressierte Alan seinen ersten Ersttags-Briefumschlag an seinen damals 11-jährigen Sohn, der als Überraschung ankommen sollte. Und einen ähnlichen an sich selbst.

Siebenunddreißig Jahre und ein paar Briefumschläge später geht es immer noch weiter.

Alan Blackman über seine Arbeit:

Ich hatte keine Ahnung, dass diese Tätigkeit zur Gewohnheit werden würde. Siebenunddreißig Jahre und ein paar Briefumschläge später geht es immer noch weiter.
Zehn Jahre lang waren die Adressen identisch, geschrieben in den mir damals bekannten kursiven und Unzialen Schriftzeichen. Über die Zeit wurden meine Arbeiten von Vorbildern wie Friedrich Neugebauer und Kennedy Smith beeinflusst, und mein künstlerisches Empfinden wuchs. Schließlich individualisierte ich die Adressen auf den Briefumschlägen in Übereinstimmung mit den Bildern auf den Briefmarken.

Ich bin ein strenger Kritiker meiner eigenen Arbeit. Schätzungsweise 300 davon sind aus meiner Sicht gelungen. Sie wurden an verschiedenen Orten ausgestellt und als Lehrbeispiele in meinen Lettering-Kursen verwendet. Der Rest der Arbeiten - hässlich, langweilig oder schlecht gezeichnet - wird in einer Schachtel (Ausschuss) aufbewahrt, und niemanden gezeigt.

Zu meinen üblichen Werkzeugen gehören Truthahnfedern für die Breitrandschrift und Kupferstichfedern aus Stahl für die Strichschrift: Japanische/chinesische Stabtinte für farbige Schrift, flüssige japanische Sumi-Tinte für schwarze Schrift; Tuben- oder pulverisierte-Designer-Gouache für Gold und Silber. Die "kid finish white"-Umschläge von Crane & Co. waren von Anfang an ideal und die besten, die ich je finden konnte. Keine Adressen werden spontan geschrieben: Sie alle erfordern mehrere vorbereitende Entwürfe auf Skizzen-/Pauspapier, bis eine endgültige Version erreicht ist, die dann über einem Lichtkasten eingefärbt wird.

Ich nenne meine Sammlung "Letters to Myself" (Briefe an mich selbst) nach dem schmalen Büchlein "Letters to Giorgio" des belgischen Künstlers Jean-Michel Folon, das an den italienischen Schriftsteller Giorgio Soavi (1967) gerichtet ist.

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