Wir gehen vorwärts und schauen dabei in den Rückspiegel.
(we go forward looking in a rearview mirror.)

Diese Aussage des Philosophen und Kommunikations-Wissenschaftlers Marshall McLuhan stand gewissermaßen als Motto über der Verleihung des »Hoefer Awards« an Ewan Clayton, den weltweit bekannten und verehrten Kalligraphen und Lehrer. Die Ehrung fand am 5. April 2014 im Rahmen einer Ausstellung im Karlgeorg und Maria Hoefer Archiv der Schreibwerkstatt Klingspor Offenbach statt. Der Preis, der in Erinnerung an den bedeutenden Schriftkünstler, Karlgeorg Hoefer, zum ersten Mal vergeben wurde, ist einmalig. Im Augenblick gibt es nichts Vergleichbares in der Welt der Kalligraphie. Ehrengäste und zahlreiche Mitglieder erlebten eine rundum gelungene Feier, die von Dr. Ingo Negwer mit Stücken des Barock-Komponisten Girolamo Kapsberger auf der Theorbe, einer langen Laute, musikalisch geadelt wurde. Nicht geadelt, aber schon einen Tag vorher mit dem MBE (Member of the British Empire)

ausgezeichnet, wurde Ewan Clayton von der Königin von England. Die Verleihung des »Hoefer Awards«, empfand Ewan Clayton wie er in seiner kurzen Dankesrede betonte, als besondere Auszeichnung und Ehre, gerade weil ihn Karlgeorg Hoefer sehr inspiriert hatte und viel Energie, bezogen aus den Begegnungen mit ihm, immer noch in sein Werk einfließe. Nach Abschluß der Laudatio, die sich mit dem äußerst interessanten Werdegang des Geehrten befaßte, erhielt Ewan Clayton die Brause-Feder 505 in Gold, angesteckt am Revers seines Anzugs, den dazu entworfenen Federhalter aus Grenadill-Holz, aus dem auch die Wirbel der Theorbe gefertigt waren, und eine Urkunde, die Auskunft darüber gab, warum er den »Hoefer Award« verdient hatte. Der anschließende gesellige Teil bot Zeit und Gelegenheit, die Ausstellung und die Erfrischungen zu genießen. Die Besucher, zu denen auch Jovica Veljovic, Dr. Stefan Soltek vom Klingspor Museum und Hans-Peter Kloppenburg, der Vorsitzende des Kuratoriums der Kloppenburg-Stiftung gehörten, erlebten einen Nachmittag, der eine Rückschau auf das Vermächtnis Karlgeorg Hoefers bot und gleichzeitig einen Ausblick auf die weitere Entwicklung der von ihm gegründeten Schreibwerkstatt erlaubte.

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